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* Birgit Holscher
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Unternehmen ... Story ...

Der “Faktor Zeit” –
die Unternehmensgeschichte

Als Experte im Bereich Transport und Logistik haben wir Erfahrung im Umgang mit Zeit. Da kann eine Stunde ziemlich kurz sein – wenn es um sehr dringende Lieferungen geht. Bei einem Rückblick über 200 Jahre sieht das ganz anders aus.  

Gönnen Sie sich ein wenig Zeit. Wir laden Sie ein zu einem Ausflug in die Unternehmensgeschichte von F.W. Neukirch.

Ein Pferd, ein Wagen. Viele Erfolgsgeschichten in dem Bereich, der sich heute Logistik nennt, haben so begonnen. 1805 steigt Friedrich Neukirch in dieses Geschäft ein. Der junge Mann aus Hunteburg (bei Osnabrück) legt in der Bremer Falkenstraße den Grundstein für ein Unternehmen, das am 9. September 2005 sein 200jähriges Jubiläum feierte.

1822 sind Friedrich und sein Bruder Wilhelm Bremens größte Fuhrleute. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts befahren sie ganz Deutschland. Unter dem Dach des Unternehmens, das jetzt auch in der Findorffstraße ansässig ist, stehen bis zu 100 Pferde. Dazu kommen eine eigene Schmiede, Stellmacherei und Malerwerkstatt sowie Lagerhäuser.

Um 1830 übernimmt der Sohn Fritz Neukirch das Familienunternehmen. Hauptgeschäftsfelder sind Möbel- und Schwerguttransport sowie Immobilienverwaltung. Im Zuge der technischen Entwicklung der Eisenbahn betätigt sich Fritz Neukirch erfolgreich als Spediteur, unter anderem mit Transporten für den Norddeutschen Lloyd.

Die Möbelspedition und der Schwertransport boomen: In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts erlebt der Fuhrbetrieb eine Blütezeit. Bei F.W. Neukirch ist das „bahnamtliche Rollfuhrgeschäft“ hinzugekommen. Auch ins Seehafengeschäft ist die Spedition eingestiegen. 1901 beschäftigt Neukirch 258 Mitarbeiter. Außerdem schafft das Unternehmen 20 Laster an – und bietet schon eine komplette Dienstleistungspalette.

Nach dem 1. Weltkrieg erfolgt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Mitte der 30er Jahre übernimmt die Bohne-Gruppe das Unternehmen. Bereits 1938 ist die Spedition voll motorisiert.

1974 wird – nach der Herauslösung des Familienunternehmens aus der inzwischen insolventen Bohne-Gruppe – die Basis für eine Neustrukturierung gelegt. F.W. Neukirch firmiert von nun an als GmbH & Co. KG und bezieht 1977 das heutige großzügige Firmengelände im Gewerbegebiet Mahndorf.

Mehr Spielraum verschafft man sich auch mit strategischen Maßnahmen und Kooperationen: 1995 gründet Neukirch gemeinsam mit acht mittelständischen Speditionsunternehmen die „Econ Gesellschaft für Osteuropa Logistik“, 1998 folgt die Eröffnung des Depot 28 von German Parcel. Neukirch ist jetzt auch Hauptgesellschafter der Bremer Paket Logistik. Außerdem ist das Unternehmen seit 2000 Gesellschafter des europäischen Netzwerkes Elix (European Logistix GmbH) und seit 2002 24plus Systempartner in Bremen.  

Weitere Meilensteine in der Erfolgsgeschichte sind die Inbetriebnahme des neuen Europaterminals 2001 (Hier werden auf 3000 Quadratmeter täglich bis zu 500 Tonnen Sammelladung umgeschlagen.) und des computergestützten Hochregallagers mit 20.000 Palettenstellplätzen (2003). Mit der Eröffnung eines Büros in Shanghai zeigt F.W. Neukirch seit 2005 auch Präsenz auf dem Zukunftsmarkt Fernost.

Auch die nationale Expansion kommt bei F.W. Neukirch nicht zu kurz; im April 2007 wird ein Vertriebsbüro in Mühlheim a.d. Ruhr eröffnet, um den Kontakt zu bestehenden Kunden zu vertiefen sowie Neugeschäfte zu entwickeln.

In Oldenburg wird zum 1. Mai 2007 ein Verkaufsbüro für die Akquisition im Segment Objekt- und Mitarbeiter-Umzüge eröffnet.

Zum 1. Juli 2007 wird der Bereich Europäische Landverkehre in eine neue GmbH, die F.W. Neukirch Speditions GmbH ausgegliedert, deren neuer Allein-Gesellschafter die Schenker Deutschland AG ist; für FWN bedeutet dies eine Fokussierung auf die Kernkompetenzen. Die F.W. Neukirch (GmbH & Co.) KG wird sich auf die Bereiche Lagerlogistik, Luft- und Seefracht, Möbel- und Schwertransport sowie mit der FWN Transport GmbH auf das Frachtführergeschäft konzentrieren.

Ebenfalls zum 1. Juli 2007 übernimmt die F.W. Neukirch (GmbH & Co.) KG (FWN) die Bremer Schiffahrts- und Befrachtungskontor Märker GmbH. Kernkompetenz des Binnenschiff-Spezialisten Märker, der in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen feiert, ist die Planung, Durchführung und Vermittlung von Trockenguttransporten auf europäischen Binnenwasserstraßen. Mit der Übernahme will FWN den Kunden weitere Optionen und Kapazitäten für den Transport von Schwer- und Massengut im europäischen Binnenwassernetz und im Shortsea-Verkehr eröffnen. Neuer Geschäftsführer von Märker wird FWN-Prokurist für Spezialverkehre, Sven Bley.

Zum 1. November 2007 übernimmt die F.W. Neukirch (GmbH & Co.) KG (FWN) den Tank- und Flüssigtransport-Experten Friedrich Radermacher Spedition aus dem westfälischen Selm. Die Friedrich Radermacher Spedition GmbH führt nationale und internationale Flüssigguttransporte für die chemische Industrie durch. Mit der Übernahme von Radermacher verstärkt FWN seine Präsenz im Rhein-Ruhr-Gebiet. FWN verfolgt somit weiter konsequent seine langfristig angelegte Strategie als Dienstleister für logistische Spezialmärkte. Radermacher ist somit ein weiterer wichtiger Mosaikstein im Leistungsportfolio. Neuer Geschäftsführer von Radermacher neben Bruno Kruth wird Sven Bley.